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Montag, 7. März 2016

{Rezension} Terry Brooks - Die Shannara Chroniken - Elfensteine / UPDATE

Beschreibung: 

Der Ellcrys - ein heiliger Baum der Elfen - erschaffen, um die Welt vor Dämonen zu schützen, zerfällt und mit ihm die Kraft, die die Dämonen in einem Bann gefangen hält.
Als ein mächtiger Dämon es schafft, die beschädigte Bann-Mauer zu überwinden, tötet er alle Erwählten, die dem Baum dienen.

Amberle, die letzte Erwählte, überlebt und bekommt die Aufgabe, einen Samenkorn des Baumes an eine Lebensquelle zu bringen, um den Ellcrys wieder auferstehen zu lassen, damit der Bann weiter bestehen kann.

Auf ihrer Reise begleitet sie Wil - ein Heilkundiger - der sie mit Hilfe von magischen Elfensteinen vor allen Gefahren beschützen soll.

Als beide sich auf der Reise befinden und in Lebensgefahr geraten, macht der Heilkundige Gebrauch von den Elfensteinen und kann mit Amberle entkommen. Jedoch weiß er nicht, dass er durch die Freisetzung der Kraft, die sich in den Steinen befindet, die Aufmerksamkeit aller Dämonen, die sich bereits in ihrer Welt aufhalten, auf sich gelenkt hat.

Es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis beide noch mächtigeren Dämonen über den Weg laufen und Wil die Elfensteine wieder einsetzen muss, deren Kraft er nicht
kontrollieren kann...

Persönliche Meinung:

Die Welt in der sich alles abspielt ist in sogenannte "Vier Lande" aufgeteilt. In ihr leben nicht nur Menschen, sondern neben den Elfen und Dämonen auch noch Trolle, Zwerge, Gnome und Magier.

Anfangs ist es nicht ganz klar, aus welcher Sicht der ganze Verlauf geschildert wird, weil die Perspektive immer wieder wechselt. Doch das ändert sich mit der Zeit.

Der Schreibstil ist trotz vieler ungewöhnlicher Namen und Ortsbezeichnungen sehr angenehm und flüssig. Sobald ich anfing diese Geschichte zu lesen, dauerte es nur einen kurzen Augenblick, bis ich in diese Welt total abtauchen konnte.

Während des eigentlichen Verlaufs verwickeln sich die Protagonisten immer wieder selbst in Gespräche, in denen Terry Brooks es genial umsetzen konnte, dem Leser das Land und eine unglaublich tolle Vergangenheit zur Geschichte zu beschreiben. Jedoch gestalten sich diese Gespräche hin und wieder sehr langatmig.

Ein wesentlicher Punkt, der mich beim Lesen zunehmend gestört hat, war der, dass es leider keine überblickende Weltkarte gab, um sich besser vorstellen zu können, wo sich die Protagonisten auf ihrer Reise immer wieder aufhalten.

Für mich persönlich ist nicht ganz nachvollziehbar, wieso Die Shannara Chroniken mit Game of Thrones verglichen werden. Ich musste da doch schon eher an Herr der Ringe denken.

Warum Herr der Ringe, möchte ich hier auch gleich mal ein wenig erklären:

Amberle und Wil, die sich auf eine Reise begeben um einen bestimmten Ort zu finden. Genau so wie Frodo, Sam und Smeagol.

Bei einem Protagonisten Namens Allanon - einem Druiden mit magischen Kräften - musste ich immer an Gandalf denken.

Die magischen Elfensteine sind in meinen Augen vergleichbar mit dem Ring.
...

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich möchte damit auf keinen Fall sagen, dass diese Chroniken nur ein billiger Abklatsch von Game of Thrones bzw. Herr der Ringe werden... 
Der Verlauf und die Idee ist weder mit dem einen noch mit dem anderen zu vergleichen! 

Link zum Serien-Trailer:



... während Amberle und Wil sich auf ihrer gefährlichen Reise auf der Suche nach der Lebensquelle befinden und immer wieder neuen Gefahren gegenüberstehen, zieht der Elfenkönig mit seinem Heer gegen Dämone, die die vier Lande bereits befallen haben, in den Krieg.

An dieser Stelle bilden sich zwei Stränge.
Der eine beschreit weiterhin die Reise von Amberle und Wil und der andere den Krieg, in den der König zieht, um die vier Lande nicht kampflos aufzugeben.

Ab dieser Stelle fiel es mir ab und an gar nicht leicht, dem ganzen zu folgen. Nicht, weil es langweilig oder langatmig wurde - im Gegenteil!
Mein persönliches Problem war das riesige Land, in dem alles passierte. Ich wusste irgendwann einfach gar nicht mehr, wo sich überhaupt was abspielt. Mir fehlte zunehmend ein Überblick über das ganze Gebiet.

"Norden, Osten, Süden, Westen" und seltsame Ortsbezeichnungen sollen ausreichen, um dem Leser eine Orientierung zu geben. Mag sein, dass das reicht... mir allerdings nicht. Vor allem nicht, wenn irgendwann im Verlauf ein zweiter Strang dazukommt.

Hier hat mir definitiv eine Karte gefehlt, die der Autor hätte in sein Buch mit einbringen können. Vor allem George R. R. Martin hat durch seine Das Lied von Eis und Feuer Saga gezeigt, dass das nun wirklich kein Problem mehr ist.

Lässt man die ganzen verwirrenden Ortsbezeichnungen außer Acht und konzentriert sich nur auf das Geschehen, landet man in einer sagenhaften Welt, die einen nicht mehr gehen lässt!!

Von vorne bis hinten ein durch und durch gelungenes Werk. Ich bin total begeistert und hab nun auf jeden Fall das Fantasy-Genre für mich entdeckt!

Da im Roman immer wieder die Rede von einem Schwert ist, werde ich in naher Zukunft auch den Vorgänger zu den Elfensteinen - Das Schwert der Elfen - (sozusagen die Vorgeschichte zu den Elfensteinen) lesen. :)

Ein ganz, ganz herzliches Dankeschön an den blanvalet Verlag der mir nach der Leseprobe auch noch die gedruckte Ausgabe als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!



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