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Freitag, 9. September 2016

{Rezension} Wendy Walker - Dark Memories. Nichts ist je vergessen

Beschreibung:

Jenny ist 16 Jahre alt und befindet sich auf einer Party, als sie eine schockierende Entdeckung macht und flüchtet. Diese Flucht wird ihr zum Verhängnis.
Kurz nachdem Jenny das Haus verlässt und auf einen am Grundstück angrenzenden Wald zuläuft, wird sie überwältigt und auf grauenvollste Art misshandelt und vergewaltigt.

Um dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten, kontaktieren Jennys Eltern einen Psychiater, der aber seine ganz eigenen Pläne mit diesem Mädchen hat. ...

Persönliche Meinung:

Nach der Vergewaltigung und den schweren Verletzungen folgt eine Not-OP. Daraufhin wird Jenny einer medikamentösen Behandlungsmethode unterzogen, die bewirken soll, dass keinerlei Erinnerungen an diesen Vorfall bleiben. Mit Erfolg.

Doch Jenny hat trotzdem das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt und rekonstruiert im Laufe ihrer Therapie gemeinsam mit ihrem Psychiater den Abend, der aus ihrem Gedächtnis gelöscht wurde. Ohne zu ahnen, welche verheerende Folgen das für alle Beteiligten nach sich zieht.

Die komplette Geschichte wird aus der Sicht von Alan Forrester - dem Psychiater - erzählt. Dabei wirkt das alles so, als würde er selbst vor dem Leser sitzen und von den Ereignissen berichten.
Eine unglaublich tolle Idee, denn diese Perspektive ist für mich vollkommen neu gewesen.
Die Art, wie Alan alles erzählt, wirkt teilnahmslos und distanziert. Hält man sich jedoch vor Augen, dass diese Figur einen Psychiater verkörpert, ist hier etwas Tolles entstanden.

Dieser leichte Thriller wäre ein Highlight geworden, wenn sich die Punkte, die mich immer mehr und mehr gestört und genervt haben, nicht so gehäuft hätten.

In dieser Geschichte gibt es ständig Stellen, die nur psychologisches Fachwissen beinhalten. Anfangs war das wirklich interessant... aber irgendwann hatte ich dadurch das Gefühl, die eigentliche Geschichte total aus den Augen zu verlieren.

Hinzu kam, dass nicht nur Jenny eine Therapie beim Psychiater hat, sondern auch alle anderen im Buch vorkommenden Protagonisten. Wodurch die gesamte Geschichte unnötig in die Länge gezogen wird und auch hier Jennys eigene Geschichte immer wieder in den Hintergrund gerät. Wirklich schade.


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