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Mittwoch, 26. Juli 2017

{Rezension} Raphael Montes - Sag kein Wort

Klappentext:

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf - bis er Clarice begegnet.

Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens.
Er beginnt sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke und ist geradezu besessen von ihr.
Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen. Er entführt Clarice und hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...

Persönliche Meinung: 

Téo ernsthaft krank und gestört darzustellen ist dem Autor tatsächlich gelungen. Der Rest ist jedoch für die Tonne.

Téo selbst und auch die anderen Figuren werden nicht großartig beschrieben. Der Fokus liegt jedoch auf seiner kaputten Psyche. Wahrscheinlich muss das dem Leser reichen, um sich ein Bild von ihm zu machen - mir reicht es definitiv nicht.

Fast schon ein Wunder, dass ich keinen Muskelkrampf in der Stirn bekam, weil ich beim Lesen dauerhaft eine Augenbraue angespannt habe. Nichts wirkt aufeinander abgestimmt. Weder die Handlungen, noch die Dialoge.

Selbst mit Clarice konnte ich mich nicht anfreunden.
Während sie mir anfangs noch leid tat, entpuppte sie sich im Verlauf immer mehr zu einer Lachfigur.
Anstatt sich gegen Téo zu wehren, verhält sie sich so, als wäre sie tatsächlich mit ihrem Freund im Urlaub und konzentriert sich auf das Buch, an dem sie schreibt.

Genau an diesem Punkt verging für mich jeder Realismus und dadurch auch die Lust an dieser Geschichte.

Wenn man zwischen den Zeilen liest, hat Raphael Montes vielleicht wirklich Talent. Dieses schießt er hier jedoch in meinen Augen total in den Wind.


Trotzdem möchte ich mich ganz herzlich beim LIMES-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!

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