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Sonntag, 17. März 2019

Phlebicum - Venenzentrum an der Rue / Wiesbaden | Bewertung

Ende 2018 bekam ich ganz überraschend nach einer routinemäßigen Blutentnahme von meiner Ärztin den Hinweis, möglichst schnell einen Phlebologen aufzusuchen.

Ich hatte noch nie mit einem Arzt dieser Fachrichtung zu tun und telefonierte mich einfach durch.
Bei Phlebicum wurde ich direkt als Notfall eingestuft und sollte mich am nächsten Morgen dort vorstellen.
An diesem Tag war ich das erste und zugleich auch das letzte Mal dort.

Mir ist noch nie ein Arzt begegnet, der nicht nur Arroganz ausstrahlt, sondern auch noch arrogant ist.
Ein Arzt, der seine Patienten nicht ernst nimmt.
Ein Arzt, der seinen Patienten scheinbar Fragen stellt, die überhaupt nichts mit dem Verdacht einer Diagnose zu tun haben und ihn zudem nicht einmal etwas angehen.
Ein Arzt, der seinen Patienten - jedenfalls mir - vom ersten Moment an das Gefühl gibt, nicht gut bei ihm aufgehoben zu sein.
Ein Arzt, der es noch nicht mal für nötig hält, sich von seinen Patienten zu verabschieden.

Da die Praxis recht klein ist, möchte ich an dieser Stelle keinen Namen nennen.

Leider weiß ich nicht, ob ich einfach nur Pech hatte, oder ob dieser Mann tatsächlich jeden so behandelt. Aber ich weiß mit absoluter Sicherheit, dass ich diese Praxis nie wieder betreten und diesen Arzt meinem Umfeld auch nicht empfehlen werde.

Die Arzthelferinnen hingegen sind wirklich sehr sympathisch.

Mittwoch, 13. März 2019

{Rezension} Diana Gabaldon - Echo der Hoffnung / Outlander Bd. 7 | unbezahlte Werbung

Klappentext: 

In den amerikanischen Kolonien ist der Krieg ausgebrochen, doch Jamie Fraser und seine geliebte Frau Claire, Zeitreisende aus dem 20. Jahrhundert, weigern sich, zu den Waffen zu greifen.
Denn heißt es nicht, die Feder sei mächtiger als das Schwert? 

Jamie beschließt, die Rebellen mit Flugblättern zu unterstützen, aber seine Druckerpresse steht noch in Schottland.
Und so nehmen Jamie und Claire Abschied von Fraser's Ridge und treten eine lange, gefährliche Schiffsreise über den Atlantik an ...

Persönliche Meinung:

"Hochspannung und Herzklopfen sind garantiert"

Ein Zitat, der Laura-Zeitschrift entnommen, welches auf dem Buchrücken zu finden ist und ich so überhaupt nicht unterschreiben würde.

Die geliehene Zeit fand ich ja schon anstrengend, doch dieses Band übertrifft tatsächlich alles. Ich fand es von vorne bis hinten langweilig. Ich kam kaum und/oder auch nur mit Mühe in diese Geschichte hinein und bin jetzt einfach nur froh, dass ich es abschließen konnte.

Auch dieser Teil wurde von Brigitta Assheuer gesprochen. Und auch wenn mich die Geschichte an dieser Stelle fast durchgehend gelangweilt hat, bin ich von der Art, wie diese Frau liest, nach wie vor einfach nur begeistert.

Nach dem nächsten Band werde ich jetzt erstmal einige Zeit lang nicht greifen. Ich glaube, ich habe etwas zu viel von dieser Geschichte gesuchtet.



Sonntag, 10. März 2019

{Rezension} Vera Buck - Runa

Beschreibung:

Paris, Ende des 19. Jahrhunderts.
In einer Epoche, die den Beginn des Wissenschaftszeitalters markiert, umwebt etwas Geheimnisvolles das Leiden der Hysterie.
Der berühmte Nervenarzt Dr. Charcot scheint der Einzige zu sein, der es durchschaut. Seine wissenschaftlichen Theorien sind weltberühmt.
Jede Woche führt er seine Patientinnen einem begeisterten Publikum vor, hypnotisiert sie und lässt sie tanzen.

Dann aber wird ein kleines Mädchen in die Anstalt eingeliefert, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt.
Die versammelte Pariser Ärztewelt ist ratlos angesichts ihres Leidens.
Allein der Medizinstudent Jori Hell nimmt die Herausforderung an und will das bis dahin Undenkbare wagen.

Um Runa zu heilen, schlägt er vor, den ersten psychochirurgischen Eingriff der Geschichte vorzunehmen, und verlangt im Gegenzug den lang ersehnten Doktortitel. Doch er lässt sich auf eine folgenschwere Wette ein. Denn was Jori nicht weiß, ist, dass die Ärzte, die er so bewundert, ihre ganz eigenen Interessen an dem Eingriff verfolgen und dass auch das Mädchen sich nicht durchschauen oder gar manipulieren lässt.

Wo Runa hingeht, zieht ihr Wahn sich wie eine düstere Spur durch ganz Paris.
Selbst in der Haut einer Leiche, findet man ihre Zeichen.
Zu spät wird Jori klar, dass Runa sein dunkelstes Geheimnis kennt und mit diesem Wissen nicht nur ihn, sondern die ganze Riege der angesehenen Ärzte zu Fall bringen kann.

Persönliche Meinung:

Nach gerade einmal 64 Seiten habe ich das Buch abgebrochen.
Ich habe tatsächlich ein paar Tage lang darüber nachgedacht, ob ich das wirklich tun soll. Denn irgendwo glaube ich ja, dass der Spannungsbogen erst dann zu steigen beginnt, wenn Runa in der Klinik eintrifft.

Allerdings empfinde ich den Schreibstil als so anstrengend, dass das Lesen am Ende überhaupt keinen Spaß mehr macht. Vera Buck verliert sich regelrecht in ihren Be- und Umschreibungen, dass es auf mich so wirkt, als würde sie dabei die Geschichte selbst aus den Augen verlieren.
Denn auf diesen 64 Seiten kann ich genau drei Ereignisse zusammenfassen:

1. Eine Frau wird abgeholt.
2. Zwei Freunde sehen sich nach langer Zeit wieder.
3. Eine Vorführung von Dr. Charcot.

und in genau dieser Vorführung hatte ich keine Lust mehr dem restlichen Verlauf oder gar der gesamten Geschichte zu folgen.
Jedes Mal, wenn Dr. Charcot sprach oder sich auch nur bewegte, hätte ich ihm am liebsten eine runtergehauen. Er stank mir mit seiner Arroganz noch viel weiter als bis zum Himmel!!


Mittwoch, 6. März 2019

{Rezension} Christina Dalcher - VOX

Beschreibung:

Die USA der heutigen Zeit. Ein Land, in dem jedoch alles ganz anders ist.

Frauen, die ihr Leben nicht mehr leben dürfen.
Frauen, die ihren Job nicht mehr ausüben dürfen.
Frauen, die ihren Hobbys nicht mehr nachgehen dürfen.
Frauen, die keine eigene Meinung mehr haben dürfen.
Alles, was ihnen bleibt, sind 100 Wörter am Tag. ...

Persönliche Meinung: 

... mehr lässt die Regierung in dieser Geschichte nicht zu. Versucht eine Frau diese Grenze zu überschreiten, wird sie durch Folter wieder zum Schweigen gebracht.

Eine dystopische Welt, die ziemlich erschreckend aber in meinen Augen gar nicht so unrealistisch ist. Eine Welt die zeigt, was passieren kann, wenn die falschen Personen an die Macht kommen und diese nutzen.

Eine Geschichte, die sehr eindringlich und realistisch beschrieben wird, die sehr polarisiert. Die einen, die im Inhalt fast nur frauenfeindliches sehen und das Buch vielleicht aus diesem Grund verabscheuen. Und die anderen, die sehr fasziniert sind.
Ich persönlich gehöre da definitiv zur letzteren Gruppe, weil mir hier die Autorin eine Figur präsentiert, mit der ich gelitten habe, deren Entscheidungen ich so, so gut nachempfinden und auch nachvollziehen konnte.

Lediglich das Ende (etwa die letzten 50 Seiten) haben mir überhaupt nicht gefallen.
Alles wirkte so erzwungen, so leicht. So absolut nicht zum Rest passend. Als wollte Christina Dalcher einfach unbedingt zum Ende kommen.


An dieser Stelle möchte ich mich bei Bücher.de bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Gleichzeitig möchte ich mich aber auch ganz herzlich beim Team entschuldigen, dass diese Rezension aufgrund einer Leseflaute so lange hat auf sich warten lassen. Es tut mir wirklich sehr, sehr leid!


Sonntag, 3. März 2019

Want to read | März - Juni 2o19

Hallo ihr Lieben!

Da 2019 bereits voll im Gange ist, habe ich mir für die nächsten 4 Monate nur folgende Bücher vorgenommen:

Echo der Hoffnung / Outlander Bd. 7 - Diana Gabaldon 
Das Spiel der Könige / Waringham-Saga Bd. 3 - Rebecca Gablé 
Das Schwert der Elfen / Die Shannara-Chroniken - Terry Brooks
Glas / Der dunkle Turm Bd. 4 - Stephen King

Es überrascht mich selbst, dass ich nun endlich wieder Lust habe zu lesen, nachdem ich über ein halbes Jahr kein einziges Mal ein Buch auch nur für eine Minute in die Hand genommen habe.
Deshalb mag ich es jetzt nicht übertreiben. 😅


Mittwoch, 27. Februar 2019

gelesen | 2018

Hallo ihr Lieben!

Lang ist es her, dass von mir irgendwas gepostet wurde.
Ich hatte einiges um die Ohren und zugleich über mehrere Monate hinweg keine einzige Seite gelesen.
Doch das soll sich jetzt auf jeden Fall wieder ändern, deshalb fasse ich hier jetzt erstmal einfach nur zusammen, was ich letztes Jahr überhaupt gelesen habe.

Unsere verlorenen Herzen - Krystal Sutherland ★  (Rezensionsexemplar)
Tanz auf Glas - Ka Hancock 
Grabkammer / Jane Rizzoli Bd. 7 - Tess Gerritsen 
Sleeping Beauties - Stephen King & Owen King ★ (Rezensionsexemplar) 
Das Nebelhaus - Eric Berg 
Ich bin die Angst / Francis Ackerman Bd. 2 - Ethan Cross 
Das flammende Kreuz / Outlander Bd. 5 - Diana Gabaldon 
Das Lächeln der Fortuna / Waringham-Saga Bd. 1 - Rebecca Gablé 
Schwarz / Der dunkle Turm Bd. 1 - Stephen King 
Ein Hauch von Schnee und Asche / Outlander Bd. 6 - Diana Gabaldon 
Drei / Der dunkle Turm Bd. 2 - Stephen King ★★★★★
tot. / Der dunkle Turm Bd. 3 - Stephen King ★★★★★
Die Hüter der Rose / Waringham-Saga Bd. 2 - Rebecca Gablé ★★
Die letzte Stunde / Minette Walters ★★

gelesen: 11
abgebrochen: 3
Seitenzahl: 8175

Leider bin ich 2018 nicht einmal im Ansatz an die Anzahl der gelesenen Bücher herangekommen, die ich 2017 gelesen habe. Aber ich versuche trotzdem erneut an der Menge zu kratzen. 😉

Mittwoch, 17. Oktober 2018

{Rezension} Minette Walters - Die letzte Stunde

Klappentext:

Südengland, 1348: An der Küste ist die Pest ins Land gekrochen. Binnen kürzester Zeit entvölkert sie ganze Landstriche, Angst und Panik regieren. Allein Lady Anne, die Herrin von Develish, nimmt das Heft in die Hand.
Sie bringt all ihre Schutzbefohlenen auf ihrem Anwesen in Sicherheit und lässt die Zugangsbrücke verbrennen. In ihrem kleinen Reich zählen nicht mehr gesellschaftliche Konvention und Rang, sondern Einsatz für die anderen.
Als neuen Verwalter setzt Anne Thaddeus ein, den niedrigsten, aber klügsten ihrer Diener.

Doch kann sich die Schicksalsgemeinschaft gegen die schreckliche Krankheit behaupten, die vor ihren Toren tobt?
Gegen die Verzweifelten und Raffgierigen, die Develish angreifen?
Werden die kargen Vorräte reichen?

Dann geschieht ein grausamer Mord und droht Lady Annes Gemeinschaft endgültig zu zerreißen ...

Persönliche Meinung:

Puh... lang ist es her, dass ich mich überhaupt an eine Rezension gewagt habe. Oder überhaupt nach einem Buch gegriffen habe. Trotzdem schwirrt mir die ganze Zeit diese noch nicht veröffentlichte Rezension im Kopf herum. Obwohl ich dieses Buch nicht einmal beendet habe.

Seitdem ich mit der Waringham-Sage begonnen habe, interessiert mich nahezu alles, was die Pest thematisiert. Deshalb hat mich dieser Klappentext so angesprochen.
Aus Angst über unnötige Längen habe ich es zur Angewohnheit werden lassen, mir einen historischen Roman vorlesen zu lassen.

Gabriele Blum vertont dieses Buch. Sie hat eine wirklich angenehme Stimme. Aber sie... naja... liest einfach verdammt schlecht.
Jede Situation - vor allem der im Klappentext erwähnte Mord - werden so beiläufig rübergebracht, dass es langweiliger nicht sein könnte. Aber müsste nicht genau diese Stelle eine der Höhepunkte in dieser Geschichte sein?
Blum liest allerdings so tonlos von einer gefundenen Leiche, dass man an dieser quasi ungeachtet vorbeilaufen könnte, wenn sie einem plötzlich vor die Füße fallen würde.

Dadurch kann ich dieser Geschichte leider nichts abgewinnen und habe sie fast genau bei der Hälfte dann auch abgebrochen. Seitdem fehlt mir absolut die Lust überhaupt nach einem Buch zu greifen... was ich wirklich sehr schade finde. Aber da muss ich nun wohl durch.

Trotzdem bedanke ich mich ganz herzlich beim Heyne-Verlag, der mir dieses Buch kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Mittwoch, 18. Juli 2018

Bewertung | "Bombay Haus" Lieferservice in Wiesbaden

Ich wolte mir mit meiner besten Freundin einen schönen Abend machen.
Indem wir uns auf die Couch werfen, irgendeinen Film schauen und was zu Essen bestellen.
Bestellt wurden:
Zwei Döner - einer davon neben dem Fleisch auch noch mit Salat, Weichkäse, Tomaten, Gurken und Knoblauchsauce zusätzlich auch noch scharf.
Der zweite Döner identisch jedoch ohne Salat.
Eine Bombay-Pizza und ein Nudelgericht mit Sahne-statt Tomatensauce.
Die telefonische Bestellung verlief gut.
Genannt wurde eine Lieferzeit von 65 Minuten.
Meine Gesprächspartnerin (die Chefin) sagte, dass es das Nudelgericht nicht mit Sahnesauce gibt, das sie aber eine Ausnahme machen.
Wie jedoch danach alles gelaufen ist, ist eine absolute Kathastrophe.
Nach 60 Minuten rief mich der Fahrer an um mir mitzuteilen, dass er jeden Moment losfährt.
Aus diesem Grund kontaktierte ich nochmal diesen Lieferdienst, um mich danach zu erkundigen, wieso der Fahrer erst losfährt und verwies auf die mir genannte Lieferzeit.
Die Geschäftsführerin wollte mir daraufhin weis machen, dass der Fahrer schon lange unterwegs sei, aber anscheinend einfach nur nicht die Adresse findet und sprach auch mit einem gereizten Unterton.
Am Ende haben wir 1,5 h lang auf die Bestellung gewartet.
Erhalten haben wir aber nicht das, was bestellt wurde.
Das Brot vom Döner war total durchweicht, sodass das Fleisch beim Essen aus allen Seiten gefallen ist.
Auf beiden waren jeweils zwei Tomaten- und Gurkenscheiben, jedoch keine Knoblauchsauce und auch die Schärfe war nicht vorhanden.
Die Pizza sah aus, als hätte man sie einfach hingerotzt und war total mit indischen Gewürzen und Curry überwürzt.
Alles war so extrem scharf, dass man wirklich gar nichts vom Belag der Pizza geschmeckt hat.
Ich habe zwei Mal in ein kleines Stück gebissen und anschließend die komplette Pizza in den Müll befördert.
Statt der versprochenen Sahnesauce gab es Tomatensauce mit einem Klecks Sahne. Und wegen dieser Sahne einen Aufpreis.
Ich habe noch nie in meinem Leben von einem Lieferdienst eine Bestellung erhalten, in der tatsächlich überhaupt nichts geschmeckt hat, dafür aber alles im Müll gelandet ist. Für diesen Müll habe ich auch noch 34 Euro bezahlt. Die komplette Summe habe ich nur bezahlt, weil mir während dem Warten schon klar war, dass ich dort nicht mehr bestellen werde und ich mir meine Stimmung durch eine Diskussion nicht noch mehr vermiesen wollte.
Wenn man mir für die Lieferung einen Zeitraum nennt, erwarte ich, dass man sich an diesen hält!
Obendrauf war der Fahrer unglaublich unfreundlich. Kein Danke, kein Bitte oder was auch immer, Stattdessen ein unüberhörbares Fremdsprachengemurmel.
Dieser Laden ist ales andere als zu empfehlen.

Sonntag, 15. Juli 2018

{Rezension} Rebecca Gablé - Die Hüter der Rose / Waringham-Saga Bd. 2

Klappentext:

Als der 13-jährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster.
Dort begegnet er König Harry und wírd ab dessn Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden.
Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Kriese, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade acht Monate alt. ...

Persönliche Meinung:

So begeistert ich beim ersten Band dieser Saga war, so enttäuscht bin ich vom Nachfolger.
Ein Buch, das mir nicht nur die allgemeine Lust am Lesen geraubt, sondern auch die Motivation, überhaupt hier auf meinem Blog irgendwas zu posten.
Wieso, weshalb, warum... versuche ich mal zu erklären.
Obwohl ich gar nicht so genau weiß, wo ich anfangen soll.
Aber in der Regel ja immer irgendwie positiv, deshalb versuche ich das jetzt mal beizubehalten.

Gut ist nach wie vor ihr Schreibstil. Der ist nämlich auch im zweiten Band sehr flüssig und leicht, daher hervorragend für Einsteiger.
Und auch hier findet auf nahezu jeder Seite eine Handlung statt, die die Geschichte vorantreibt.
Kapitel, die mit einer Orts- und Zeitangabe gekennzeichnet sind, gibt es auch. Ein Punkt, den ich in Das Lächeln der Fortuna sehr kritisiert habe.

Alles andere müsste ich mir auf Biegen und Brechen irgendwie aus den Fingern saugen, weil es einfach in meinen Augen keine anderen Punkte gibt, die man positiv hervorheben könnte.
Die Hüter der Rose beginnt sehr vielversprechend. Doch das täuscht auf ganzer Linie.
Ständig tauchen lange - wirklich lange - Durststrecken auf, die absolut langweilig sind, weil nichts passiert.
Immer wieder gibt es 50, 60 oder auch 100 Seiten am Stück, die sich trotz Handlung ziehen wie ein Kaugummi.
Viele Figuren wirken sehr oberflächlich und dadurch farblos. Zu diesen konnte ich daher auch kaum einen Bezug herstellen.

Gablé neigt auch dazu immer mal wieder Protagonisten koplett aus dem Geschehen zu nehmen, die dann nach inhaltlichen 10 Jahren kurz wieder auftauchen und dann erneut sozusagen spurlos verschwinden.
Eine Herangehensweise, die ich noch nie mochte.

Erst auf den vielleicht letzten 200 Seiten kommt so richtig Fahrt auf und man will im Grunde gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören, wenn denn vorher nicht schon die Leseflaute die Hand nach einem ausstreckt.

Ich möchte noch einmal auf den Schreibstil eingehen.
Obwohl ich ihn lobe, gibt es eine Sache, die mich wirklich ganz extrem nervt!
Die Autorin scheint kein Talent darin zu besitzen, Dinge auch mal anders zu beschreiben oder auszuformulieren. Ständig nutzt sie die gleichen Ausdrucksweisen bzw. Bezeichnungen.
Einer Person, die Literaturwissenschaften studiert hat, dürfte das meiner Meinung nach alles andere als schwerfallen.

Aber naja... jedenfalls habe ich mir fest vorgenommen beim dritten Band tatsächlich eine Strichliste zu führen, aus der ersichtlich ist, wie oft sie bestimmte Beschreibungen tatsächlich nutzt.
Das wird mich zwar in meinem Lesefluss deutlich bremsen, aber das nehme ich einfach mal in Kauf.


Sonntag, 6. Mai 2018

{Rezension} Stephen King - tot. / Der dunkle Turm Bd. 3

Klappentext:

Die sterbende Welt, die Roland auf der Suche nach dem dunklen Turm durchquert, nimmt immer groteskere Formen und seltsamere Gestalten an.
Aggressive Roboter und mechanische Tiere stellen sich dem Revolvermann und den auserwählten Drei in den Weg.

Am Rande des Wahnsinns träumt Roland von dem Schlüssel, der aus dem Nichts des wüsten Landes aufraucht, um ihm die Geheimnisse des Dunklen Turms zu offenbaren.

Persönliche Meinung: 

Ich finde irgendwie nicht, dass der allgemeine Klappentext wirklich wiedergibt, was im 3. Teil Roland und sein Ka-Tet erwartet.
Ein Teil meiner damalige Zusammenfassung sah hingegen so aus:


Während der zweite Teil des Zyklus fast durchgehend am Strand spielt, wandern die Gefährten nun weiter ins Landesinnere. Genauergesagt in einen Wald.Roland bringt Odetta – die mittlerweile Susannah heißt, nachdem ihre Persönlichkeiten zusammengeführt wurden – und Eddie das Schießen bei und so beginnt ihre Ausbildung zu Revolvermännern.
Roland, Eddie und Susannah finden im Wald eins der zwölf Portale, die Mittwelt - die Welt des Revolvermanns - zusammenhält. Dort, wo sie sich kreuzen, steht der dunkle Turm. Um den Turm zu finden, muss das Ka-Tet einem vorgegebenen Weg folgen und sich vielen, lebensgefährlichen Situationen stellen.
Den Rest habe ich gerade tatsächlich entfernt, weil er mir im Nachhinein doch zu viele Spoiler hatte.

In tot. beweist Stephen King, dass er zurecht der absolute Meister des Horrors ist. Denn nahezu der ganze Inhalt spielt sich vor dem geistigen Auge wie ein Film ab. Dabei ist der Spannungsbogen enorm. Und gerade die weibliche Protagonistin in dieser Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, wie komplex Kings Figuren sein können.
Das Ende ist zwar vollkommen offen und man bleibt mit einem einzigen Fragezeichen zurück... trotzdem kann ich an dieser Stelle guten Gewissens verraten: Es wird noch besser!

Auch der Sprecher wird besser. Es scheint, als hätte er Teil 1 und 2 einfach nur gebraucht, um warm zu werden. Zwar schafft er es nach wie vor nicht, wirklich unterschiedliche Stimmfarben zu erzeugen, dennoch kommen hier die Emotionen der Figuren tatsächlich rüber.
Ich bin gespannt, ob sich das ändert bzw. im Verlauf noch steigert.


Mittwoch, 2. Mai 2018

{Rezension} Stephen King - Drei / Der dunkle Turm Bd. 2

Klappentext:

Nach der Konfrontation mit dem Mann in Schwarz erreicht Roland den Strand des Meeres, dem seltsame Monsterhummer entsteigen und ihm schwere Wunden zufügen.

Irritiert beobachtet er, wie sich drei Türen in unsere reale Welt öffnen und seine Blicke auf die Drei lenken, die auserwählt sind, ihm bei der Suche nach dem dunklen Turm zu helfen, wie es das Orakel prophezeit hat.

Persönliche Meinung:

Damals entstand zum zweiten Teil dieser Saga folgende Zusammenfassung:

Roland von Gilead erwacht am Strand des Westlichen Meeres und wird, erschöpft und mit einer etwas zu langsamen Reaktion – von riesigen hummerartigen Tieren – die nachts aus dem Meer kommen angegriffen – und dadurch schwer verletzt. Bei seinem Überlebenskampf verliert der Revolvermann zwei Finger seiner rechten Hand und wird vergiftet.Trotzdem setzt er seine Wanderschaft konsequent fort und macht sich auf die Suche nach den Dreien, die er der Prophezeiung nach in seine Welt ziehen muss. Am endlosen Strand befinden sich nach und nach drei Türen, Portale in das New York unserer Welt. Dadurch taucht er in die Welt von Eddie Dean und Odetta Holmes ein.

Ich bin froh, dass ich da schon so auf den Punkt gekommen bin. Denn Drei gehört zu meinen Lieblingsteilen aus dieser Saga.
Heute kann ich jedoch noch hinzufügen, dass es im Vorwort von Stephen King selbst eine kleine Zusammenfassung zum Auftakt dieser Geschichte gibt. Was meiner Meinung nach wirklich gut ist, weil man zu Beginn der Reise gar nicht ahnt, worauf man sich hier einlässt.

Die im Klappentext erwähnten Monster tauchen schon nach etwa zehn Seiten auf. Rolands Überlebenskampf wird dabei so dynamisch beschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Diese Situation sorgt direkt für enorme Spannung, die auch ein wenig bestehen bleibt.

Ich habe schon einige Bücher von Stephen King gelesen. Doch keine dieser Romane hat mich durch die Dialoge so sehr unterhalten wie in diesem Fall. Es kommen unglaublich viele Kraftausdrücke vor - jedoch auch auf humorvolle Weise.
Vittorio Alfieri hat mich vor allem bei der weiblichen Protagonistin überzeugt. Durch seine Stimme und diese Dialoge, musste ich wirklich wahnsinnig oft lachen. Weiter begeistern konnte er mich dennoch nicht. Ich bleibe dabei: Er hat einfach nicht genug Talent oder kann mit seiner Stimme nicht ausreichend umgehen.

Roland von Gilead und Odetta Holmes gehören übrigens zu meinen absoluten Favoriten. Steckte man mich mit diesen beiden in einen Raum, hätte ich unendlich viel Spaß. :)



Sonntag, 29. April 2018

[Neuerscheinung] Mai 2018

Hallo ihr Lieben!

Ich bin gerade ganz fleißig dabei meinen vorhandenen Stapel der ungelesenen Bücher abzubauen, Trotzdem sprechen mich folgende Titel bzw. Inhalte an:

08.05.2018 - Tanja Neise - Das Zeitenmedaillon / Die Auserwählte

Eine winzige, aber hoffentlich dennoch gute Auswahl. :)

Sonntag, 22. April 2018

{Rezension} Diana Gabaldon - Ein Hauch von Schnee und Asche / Outlander Bd. 6

Klappentext:

North Carolina 1772:  Jamie und Claire Fraser haben sich allen Widerständen zum Trotz auf Frasers Ridge eine neue Heimat aufgebaut. Doch es ist ein trügerisches Idyll, denn unter den Siedlern wird der Unmut über die britische Herrschaft immer größer.

Nur dank Claires Warnungen vor dem drohenden Unabhängigkeitskrieg bemüht sich Jamie um Neutralität. Doch dann bittet ihn der Gouverneur von North Carolina, das Hinterland für die britische Krone zu einen.

Wird Jamie erneut auf der Seite der Verlierer stehen? Und was hat es mit jenem Zeitungsartikel aus der Zukunft auf sich, der von Claires und Jamies Tod bei einer Feuersbrunst berichtet? Eine neue Bewährungsprobe für die stärkste Liebe aller Zeiten nimmt ihren Anfang ...

Persönliche Meinung: 

Während Brianna und Roger ein paar Dinge aus ihrem früheren Leben vermissen und sich ab und an Gedanken darüber machen, wie und wann man diese in die aktuelle Zeit einbringen könnte, ist Claire oft besorgt. Denn in regelmäßigen Abständen brechen Brände aus, die sie natürlich an den Zeitungsartikel erinnern.
Ein Hauch von Schnee und Asche steht im Zeichen des Feuers, wie der Titel bereits erahnen lässt.

Neben der ständigen Sorge um einen Brand, muss Claire nach langer Zeit auch mal wieder einen kühlen Kopf bewahren. Denn plötzlich stehen ihr Männer gegenüber, die ihr nicht wohl gesonnen sind.

Im 6. Band der Outlander-Reihe passiert zur Abwechslung (endlich) auch mal wieder wirklich viel und nicht nur Claire muss um ihr Leben fürchten.

Ich habe mir stellenweise bereits Gedanken darüber gemacht, ob ich wirklich Lust habe, die weiteren Teile zu dieser Reihe auch noch zu hören, weil einfach meiner Meinung nach, in Band 4 und 5 nicht wirklich was passiert und zum Teil auch ein wenig langweilig wurde.
Doch... ja, es lohnt sich weiter am Ball zu bleiben! 
Birgitte Assheuer hat ihre Aufgabe mal wieder grandios gemeistert!


Sonntag, 1. April 2018

[Neuerscheinung] April 2018

Hallo ihr lieben!

Der Frühling steht endlich vor der Tür!
Und ich habe wirklich Lust in historischen Geschichten zu versinken. Deshalb habe ich mir folgende Bücher rausgesucht:

03.04.2018 - Iny Lorentz - Tage des Sturms
17.04.2018 - Ellin Carsta - Die heimliche Heilerin und die Könige (vorher muss ich aber noch den ersten Teil lesen)
23.04.2018 - Hera Lind - Hinter den Türen - Roman nach einer wahren Geschichte
25.04.2018 - Chevy Stevens - Ich beobachte dich

Mittwoch, 28. März 2018

{Rezension} Stephen King - Der dunkle Turm / Schwarz

Klappentext:

Auf der Suche nach dem dunklen Turm durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, eine sterbende Welt, wo in endlosen Wüsten und Ruinenstädten Dämonen, Sukkubi, Vampire und Geistermutanten hausen.
Unbeirrt folgt er den Spuren des Mannes in Schwarz - er ist der Schlüssel zu den Mysterien des dunklen Turms, der am Anfang der Zeit steht.

Persönliche Meinung: 


"Schwarz" ist in meinen Augen eine Vorgeschichte zur eigentlichen Saga. Im Verlauf gibt es zwischen Jake und Roland ein Gespräch, in dem er dem Jungen erzählt, wie genau er zum Revolvermann wurde. Dieser Part nimmt im Buch eine wichtige Rolle ein. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Band im Vergleich zu den anderen Teilen wirklich sehr dünn ist.

Als ich 2015 mit dem Bloggen begonnen habe, fing ich erst einmal an Buchinhalte zusammenzufassen, an die ich mich noch halbwegs gut erinnern konnte.

Da ich von meinem 12. bis vielleicht 20. Lebensjahr ausschließlich Bücher von Stephen King gelesen habe, waren natürlich auch ein paar Bände der Turm-Saga darunter.

Die nun folgende Zusammenfassung ist dabei entstanden:

Man befindet sich in einer vom „wilden Western“ angehauchten Welt. Alles ist zerfallen, Städte existieren nicht mehr oder nur noch bedingt.
Eine traurige, graue Welt, in der jeder ums Überleben kämpft und welche zudem noch mit Schwarzer Magie und Fabelwesen  behaftet ist. Die „Revolvermänner“ zum Beispiel, scheinen eine eigene Art oder Gruppierung zu sein, in der Roland der letzte Überlebende des Klans ist.
Die Reise beginnt hier, Roland Deschains Reise, sein Schicksal, sein Ka. Der Revolvermann jagt den Mann in Schwarz durch die Mohaine Wüste, der Leser lernt einen Mann kennen, dessen Ziel sein Lebensinhalt ist, für das er auch über Leichen geht.Während dieser Wanderschaft und Jagd, bei der Roland mehrfach an die Grenze zwischen Leben und Tod gerät, erfahren wir als Leser ansatzweise, warum er den dunklen Turm sucht und alles andere dafür hinter sich lässt, warum er so kompromisslos handelt.
Roland Deschain, der letzte überlebende Revolvermann aus Gilead in Mittwelt, ist verbissen und schonungslos zielgerichtet auf der Suche. Sein Ziel: Der dunkle Turm. Der einzige, der ihm helfen könnte, den Turm zu finden, ist der Mann in Schwarz, und aus diesem Grund folgt Roland ihm. Doch der Mann in Schwarz, über den man zunächst nicht viel erfährt, ist nicht einzuholen – er treibt ein ganzes Dorf in einen religiösen Wahnsinn und bringt es gegen Roland auf, der jeden einzelnen Bewohner töten muss, um selbst zu überleben. Noch schwerwiegender ist, dass der Mann in Schwarz Roland den Jungen Jake finden lässt, der in seiner eigenen Welt gestorben und in Mittwelt aufgewacht ist. Der Revolvermann übernimmt die Verantwortung für Jake, und nach verschiedenen Fallen, die Roland und Jake überwinden und aus denen der Revolvermann den Jungen immer wieder retten muss, zwingt der Mann in Schwarz Roland, sich zwischen dem dunklen Turm und Jake zu entscheiden – keine leichte, aber doch eine eindeutige Entscheidung für Roland.
Der Einstieg in diese Welt ist recht beschwerlich. Am Anfang wird man mit Roland und dem Mann in Schwarz an ein Feuer gesetzt und sie erzählen sich Geschichten, wollen den anderen an der Nase herumführen, verwirren, sowie die Absichten des anderen testen, was alles noch keinen Sinn macht. Und da man weder erahnen kann, wer Gut und wer Böse ist oder ob es sich überhaupt so simpel darstellen lassen wird, liest man doch ganz schön ins Blaue hinein.

Wenn ich die Zusammenfassung heute lese, bin ich wirklich erstaunt, wie gut ich nach all den Jahren damals auf den Punkt gekommen bin und wie falsch ich dennoch vor allem mit dem letzten Abschnitt lag.
Denn Roland und der Mann in Schwarz sitzen zu Beginn der Geschichte eben nicht am Lagerfeuer und führen auch keine Unterhaltung! Stattdessen befindet sich Roland bereits ohne weitere Erklärung auf der Suche nach dem Mann in Schwarz.

Stephen King beschreibt seine Hauptfiguren nicht einfach nur. Fast immer ist es eher so, dass es in der Geschichte selbst einen Cut gibt und er damit beginnt dem Leser zu erzählen wieso seine Figuren so sind, wie wir sie kennenlernen. Dabei geht King meist auch gar nicht wirklich auf das Aussehen ein.

Da ich damals nur bis einschließlich dem 5. Band gelesen habe, fehlen mir noch zwei, um die Saga tatsächlich zu beenden. Deshalb ein neuer Anlauf, den ich mir dieses Mal vorlesen lasse.
Leider wird die Der-dunkle-Turm-Saga nicht von David Nathan vertont, der ja für die Lesung der Stephen King Romane bekannt ist.
Für diese Geschichte wurde Vittorio Alfieri herangezogen, der mich leider bei weitem nicht überzeugen kann. Alfieri kann mit seiner Stimme nicht ausreichend umgehen. Viele Figuren, denen er versucht eine Stimme zu geben klingen irgendwie gleich. Dadurch ist es hin und wieder auch mal etwas anstrengend dem Inhalt zu folgen.
Aber ich werde nicht aufgeben, weil ich einfach weiß, dass in dieser Geschichte Stephen Kings Lebenswerk steckt!


Sonntag, 25. März 2018

[Rezension] Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna / Waringham-Saga Bd. 1

Klappentext: 

England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, reißt der zwölfjährige Robin aus der Klosterschule aus und verdingt sich als Stallknecht auf dem Gut, das einst seiner Familie gehörte. Als Sohn eines angeblichen Hochverräters zählt er zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt.
Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin wo er nur kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.

Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind.

Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

Persönliche Meinung: 

Ich hätte bis vor ein paar Monaten niemals gedacht, dass ich irgendwann einmal zu historischen Romanen greifen würde. Die doch meist sehr hohe Seitenzahl schreckt mich immer wieder ab. Auch das ist nach wie vor der Grund, weshalb ich mir Outlander von Birgitta Assheuer vorlesen lasse.

Eigentlich wollte ich das auch bei der Waringham-Saga so handhaben, allerdings gibt es Das Lächeln der Fortuna nur in gekürzter Form, weshalb mir sozusagen nichts anderes übrig blieb, als dieses Buch tatsächlich selbst zu lesen.

Umso größer war die Überraschung, dass der Schreibstil mir keinerlei Schwierigkeiten machte. Er war und ist lediglich ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn man selten mit historischen Geschichten zu tun hat, sonst aber recht flüssig.
Oft fiel mir gar nicht auf, dass ich in einem Rutsch gleich 60, 70 oder auch mal 150 Seiten weggelesen habe. Dadurch hatte ich auch nicht das Gefühl, dass ich ein knapp 1200-Seiten-Buch in der Hand halte.

Auf nahezu jeder Seite findet eine Handlung statt, die die Geschichte auch vorantreibt. Die Autorin hält sich zudem auch nicht mit ewigen Be- und Umschreibungen auf, obwohl dennoch stellenweise Längen vorhanden sind, die man hätte vermeiden können. Allerdings ist das eher selten der Fall.

Anfangs war ich von dieser Geschichte wirklich begeistert und ich freue mich auch schon sehr auf die nachfolgenden Teile, die ich gemeinsam mit einem guten Bekannten lesen werde.
Allerdings sammelten sich mit der Zeit Punkte an, die die Begeisterung verringerten - die ich hier einmal aufführen möchte.

Kapitel gibt es keine, lediglich nur Absätze und Zeitsprünge, die mehrere Jahre umfassen, wodurch man Robins und das Alter der anderen Figuren leicht aus den Augen verliert.

Rebecca Gablé nutzt des Öfteren die gleichen Namen, wodurch man vor allem zum Ende hin vielleicht ein wenig den Überblick verliert. So wie es bei den Namen wenig Spielraum gibt, nutzt Gablé bestimmte Vokabeln, die sich auffällig oft wiederholen.

So ausführlich die Autorin auch schreiben kann, gibt es trotzdem zwei, drei Stellen, an denen die Handlung derart verkürzt ist bzw. sprunghaft beschrieben wird, dass man beim Lesen das Gefühl hat, wichtige Informationen verpasst zu haben. Informationen, die auch tatsächlich gar nicht vorhanden sind. Was einen - jedenfalls mich - sehr irritieren kann.

Meiner Meinung nach passte Robin nicht wirklich in diese Zeit, da er in vielen Dingen und Situationen eine zu tolerante Ansicht hat. Aber davon muss sich jeder Leser ein eigenes Bild machen.

Abgesehen davon aber eine gelungene und vor allem unterhaltsame Geschichte!


Mittwoch, 28. Februar 2018

[Neuerscheinungen] März 2018

Hallo Leute!

Aktuell ist es leider immer noch sehr, sehr kalt. Eine gute Sache hat das miese Wetter allerdings: Man hat nach den erledigten Verpflichtungen ganz besonders viel Zeit zu lesen!
Umso mehr freut es mich, dass für den März doch so viele Bücher auf meiner Möchte-ich-sehr-wahrscheinlich-lesen-Liste gelandet sind:

01.03.2018 - Markus Heitz - Die Klinge des Schicksals
09.03.2018 - Asa Ericsdotter - Epidemie
12.03.2018 - Minette Walters - Die letzte Stunde
27.03.2018 - Paul Auster - 4 3 2 1 (Taschenbuch)
29.03.2018 - Genevieve Cogman - Die Bibliothekare / Das dunkle Archiv

Mittwoch, 14. Februar 2018

Bewertung | Nudelbar "Aroma" in Wiesbaden

Im Sommer 2017 waren meine beste Freundin und ich in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs. Spontan fingen wir an einfach mal zu schauen, in welchem Lokal / Restaurant man mit EC-Karte bezahlen kann.
Dabei haben wir festgestellt, dass das selbst in so einer großen Stadt kaum bis gar nicht möglich ist.

Irgendwann bekamen wir jedoch Hunger und hatten gleichzeitig keine Lust nach irgendwas ansprechendem zu suchen. Also gingen wir zu Aroma - eine Nudelbar, in der wir wirklich ganz gerne waren.
Die Bedienung war zwar nicht immer so, wie man es sich als Kunde wünscht... und man muss auch immer zum Bestellen an die Theke... aber das Essen wurde in riesigen Portionen serviert. Die Preis/Leistung ist Top!

An diesem Tag bekamen wir unser Essen sehr schnell. Ein paar Minuten später forderte meine beste Freundin mich dazu auf das Besteck aus der Hand zu legen.
Der Grund: Ein sehr langes, schwarzes Haar in ihrer Suppe.

Ihr verging der Appetit und mir wurde schlecht.
Wir riefen nach der Bedienung, um ihr den Inhalt der Suppe zu zeigen. Diese fing an mit einer Gabel in der Suppe herumzustochern und wollte uns versichern, dass es sich hierbei um kein Haar, sondern um eine Bambussprosse handle. Dabei war nicht eine einzige Sprosse in diesem Gericht enthalten.
Wir bezahlten und verabschiedeten uns.

Meine Freundin brauchte ein paar Minuten, um das Erlebte zu verdauen. Da wir das Essen tatsächlich kaum angerührt hatten, sagte ich ihr, sie solle sich das Geld zurückholen.
Zwischen uns entstand eine kleine Diskussion. Irgendwann faste sie sich ein Herz.
Stolz wie Oscar, dass meine Freundin sich das zutraut, obwohl ich genau wusste, dass sie zu 99 % jede Art von Konfrontation versucht zu vermeiden, ging ich mit, um sie zu unterstützen.

Noch gar nicht richtig bei Aroma angekommen, kam uns schon unsere Bedienung entgegen, um sich zu entschuldigen. Unsere Absicht geschildert sagte sie jedoch, dass sie kein Geld aus der Kasse nehmen dürfe, da das Essen ja serviert wurde. Täte sie es dennoch, gebe es Ärger.

Also verlangten wir vor dem Lokal und den draußen sitzenden Gästen nach dem Geschäftsführer. Die Bedienung bat uns darum ihn nicht rufen zu müssen, weil sie sonst um ihren Job fürchtet.
Wir ließen uns jedoch nicht davon abbringen.

Es dauerte eine Weile, bis der Geschäftsführer gekleidet in einer Baggy-Hose und einer Jeans-Jacke, bereits gereizt auf uns zukam. Seine Gestik war zudem alles andere als professionell.
Er diskutierte abwertend mit meiner Freundin, gab ihr jedoch das gezahlte Geld zurück.

Ich hätte niemals gedacht, dass ich dieses Restaurant irgendwann einmal so bewerten würde. Das Fazit ist jedoch, dass wir in Zukunft kein Fuß mehr in diese Nudelbar setzen werden.
Ich hoffe auch, dass unsere damalige Bedienung aufgrund diesen Vorfalls ihren Job nicht verloren hat. Denn sie hat durch und durch richtig und sympathisch gehandelt.

Ein Betrag, der eigentlich nichts auf meinem Blog zu suchen hat. Aber nach diesem Erlebnis musste es sein.

Sonntag, 11. Februar 2018

{Rezension} Diana Gabaldon - Das flammende Kreuz / Outlander Bd. 5

Klappentext: 

North Carolina 1770.
Jamie und Claire Fraser haben in den britischen Kolonien Nordamerikas Fuß gefasst, doch die Ruhe und der Frieden auf ihrem Anwesen Fraser's Ridge sind trügerisch. Denn unter den immer zahlreicher einwandernden Siedlern gärt es, zunehmend unwillig nehmen die Einwohner der Kolonien die Bevormundung durch die britische Zentralregierung hin.

Als es zu ersten Aufständen kommt, muss auch Jamie sich entscheiden, auf wessen Seite er stehen will. Und für Claire ist die Situation noch schlimmer: Sie weiß, dass der Regulatorenkrieg ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe seit langem stellen wird.

Persönliche Meinung:

Auch der 5. Band der Outlander-Reihe überzeugt nicht gerade durch ausgesprochene Spannung. Außerdem ist der Inhalt bei weitem nicht so politisch, wie er hier im Klappentext dargestellt wird.
Es ist jedoch weiterhin sehr interessant mitzuverfolgen, wie Claire und Jamie miteinander umgehen, wie sie kleinere bzw. größere Schwierigkeiten meistern und wie sie eine neue Kolonie aufbauen.

Inzwischen liegt der Fokus nicht nur auf Claire und Jamie sondern auch auf Brianna und Roger. Diana Gabaldon geht ebenfalls dazu über, immer mal wieder das Geschehen aus der Sicht dieser vier Protagonisten zu beschreiben. Die Emotionen kommen natürlich ebenfalls nicht zu kurz.

Stellenweise waren die Dialoge und Situationen so unterhaltsam, dass ich laut auflachen musste. Trotzdem besitzt Das flammende Kreuz ein paar Längen, die man hätte vermeiden können.

Ich bin immer wieder sehr erstaunt darüber, welche Vorstellungskraft die Autorin hier vorweist. Es gibt sehr viele Figuren, die ihre ganz eigene Vergangenheit haben. Wenn man sich dann vor Augen hält, wie dick jedes einzelne Band ist und aus wie vielen Bänden diese Reihe besteht, hat Gabaldon eine komplett eigene Welt erschaffen und das ist wirklich eine Meisterleistung.

Ich bin weiterhin sehr gespannt darauf, welche Entwicklung die Geschichte noch machen wird. Bis ich aber zum 6. Band greifen werde, wird es jetzt vermutlich erstmal ein wenig dauern.



Mittwoch, 7. Februar 2018

{Rezension} Ethan Cross - Ich bin die Angst / Francis Ackerman Bd. 2

Klappentext:

Der Anarchist, ein mysteriöser Killer, verbreitet in Chicago Angst und Schrecken.
Er trinkt das Blut seiner Opfer, bevor er sie anzündet.
Schlimmer noch: Er zwingt sie, ihm dabei unentwegt in die Augen zu schauen. Denn sie sollen sein wahres Gesicht sehen. Nicht das Gesicht des liebevollen Ehemannes und Vaters, das er seit Jahren für seine Familie aufsetzt, sondern das Gesicht des absolut Bösen.

Um den Anarchisten zur Strecke zu bringen, muss Marcus Williams von der Shepherd Organization sich ausgerechnet an seinen Todfeind wenden: Francis Ackerman junior, den berüchtigsten Serienkiller der Gegenwart.

Persönliche Meinung:

Ich habe SO sehr gehofft, dass mich der zweite Teil dieser Reihe  nicht enttäuscht. Doch genau das ist eingetroffen.

Alle paar Seiten hat man irgendwelche Waffenbezeichnungen bzw. Ausrüstungsbeschreibungen vor der Nase. Dabei ist es in meinen Augen vollkommen egal, ob jemand mit einer P2000, einer Bazooka oder einer Kalaschnikow durch die Gegend ballert. Zumal der Autor nach der Erwähnung nicht weiter darauf eingeht.

Egal. Darüber kann man noch hinwegsehen.
Erschreckend fand ich hingegen die Entwicklung von Marcus Williams.
Im ersten Teil litt ich noch so mit ihm... in Ich bin die Angst ist von diesem Williams nichts mehr übrig. Er ist von der ersten Seite bis zu der - an der ich abgebrochen habe - maßlos arrogant und geht über alle Leichen.

Noch kurioser ist die Entwicklung von Francis Ackerman. ...

Alles, was Ethan Cross im ersten Teil grandios aufbaut, macht er hier einfach nur falsch und kaputt.