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Freitag, 9. Januar 2015

{Rezension} Stephen King – Sie (Misery)

Beschreibung:


Ein schwerer Autorunfall beschert dem durch seine Misery-Romane erfolgreichen Schriftsteller, Paul Sheldon, zwei geradezu zermalmte Beine. Doch zum Glück – oder besser gesagt: Zu seinem Leidwesen – findet ihn die ehemalige Krankenschwester Annie Wilkes, bringt ihn zu sich nach Hause und pflegt ihn behelfsmäßig. Wieso sie ihn nicht ins Krankenhaus bringt? Nun, die Antwort liegt auf der Hand: Annie Wilkes ist verrückt. Und sie hat es gar nicht gern, ihre Lieblings-Serienheldin Misery sterben zu sehen…

Persönliche Meinung:

Es geht um Paul Sheldon und seinen Überlebenskampf in der Hand einer Verrückten, in dem jede Sekunde von Schmerz geprägt ist und in dem jede dieser Sekunden seine Letzte sein könnte.

„Das Beste, was Stephen King je geschrieben hat“, sagt die New York Times. Ich formuliere diesen Satz ein wenig um, sodass er etwas mehr meiner Meinung entspricht: „Eines der besten Bücher die Stephen King je geschrieben hat.“ Denn das ist „Misery“ definitiv – die für Stephen King typischen ellenlangen Gedankengänge und Erzählungen der Vergangenheit beschränken sich hier auf das Mindeste.

Trotz recht weniger Horror-Szenen, die zudem erst recht spät kommen, da die ganze Story sich erst etwas spät richtig warmläuft, ist es nur selten langweilig. Vor allem wenn man bedenkt, dass das gesamte Buch in einem Umkreis von vielleicht 25 Metern spielt (der Großteil davon jedoch in einem einzigen kleinen Gästezimmer) und dass die einzigen wirklichen Charaktere Annie Wilkes und Paul Sheldon sind. Der Rest ist entweder unwichtig oder stirbt sowieso. Für diese ganzen Beschränkungen ist es beeindruckend, dass dennoch ein so spannendes Buch zustande gekommen ist.

Der einzige Punkt, der mir nicht gefallen hat, ist der Effekt der zwei parallel laufenden Geschichten, der durch das Buch ausgelöst wird, das Paul in diesem Buch schreibt und von dem man auch einzelne Passagen lesen und die Handlung mitverfolgen kann. Man liest quasi zwei Bücher gleichzeitig, wenn man „Misery“ liest.


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