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Mittwoch, 4. Februar 2015

{Rezension} Stephen King – Der dunke Turm Bd 1 – 5 / 8

Beschreibung:



Man befindet sich in einer vom „wilden Western“ angehauchten Welt. Alles ist zerfallen, Städte existieren nicht mehr oder nur noch bedingt. Fleisch ohne Genmutation zu bekommen grenzt an ein Wunder und die Welt scheint der Desertifikation verfallen zu sein.

Eine traurige, graue Welt, in der jeder ums Überleben kämpft und welche zudem noch mit Schwarzer Magie und Fabelwesen  behaftet ist. Die „Revolvermänner“ zum Beispiel, scheinen eine eigene Art oder Gruppierung zu sein, in der Roland der letzte Überlebende des Klans ist.

Die Reise beginnt hier, Roland Deschains Reise, sein Schicksal, sein Ka. Der Revolvermann jagt den Mann in Schwarz durch die Mohaine Wüste, der Leser lernt einen Mann kennen, dessen Ziel sein Lebensinhalt ist, für das er auch über Leichen geht.
Während dieser Wanderschaft und Jagd, bei der Roland mehrfach an die Grenze zwischen Leben und Tod gerät, erfahren wir als Leser ansatzweise, warum er den dunklen Turm sucht und alles andere dafür hinter sich lässt, warum er so kompromisslos handelt.

Roland Deschain, der letzte überlebende Revolvermann aus Gilead in Mittwelt, ist verbissen und schonungslos zielgerichtet auf der Suche. Sein Ziel: Der dunkle Turm. Der einzige, der ihm helfen könnte, den Turm zu finden, ist der Mann in Schwarz, und aus diesem Grund folgt Roland ihm. Doch der Mann in Schwarz, über den man zunächst nicht viel erfährt, ist nicht einzuholen – er treibt ein ganzes Dorf in einen religiösen Wahnsinn und bringt es gegen Roland auf, der jeden einzelnen Bewohner töten muss, um selbst zu überleben. Noch schwerwiegender ist, dass der Mann in Schwarz Roland den Jungen Jake finden lässt, der in seiner eigenen Welt gestorben und in Mittwelt aufgewacht ist. Der Revolvermann übernimmt die Verantwortung für Jake, und nach verschiedenen Fallen, die Roland und Jake überwinden und aus denen der Revolvermann den Jungen immer wieder retten muss, zwingt der Mann in Schwarz Roland, sich zwischen dem dunklen Turm und Jake zu entscheiden – keine leichte, aber doch eine eindeutige Entscheidung für Roland.

Der Einstieg in diese Welt ist recht beschwerlich. Am Anfang wird man mit Roland und dem schwarzen Mann an ein Feuer gesetzt und sie erzählen sich Geschichten, wollen den anderen an der Nase herumführen, verwirren, sowie die Absichten des anderen testen, was alles noch keinen Sinn macht. Und da man weder erahnen kann, wer Gut und wer Böse ist oder ob es sich überhaupt so simpel darstellen lassen wird, liest man doch ganz schön ins Blaue hinein.




Roland von Gilead erwacht am Strand des Westlichen Meeres und wird, erschöpft und mit einer etwas zu langsamen Reaktion – von riesigen hummerartigen Tieren – die nachts aus dem Meer kommen angegriffen – und dadurch schwer verletzt. Bei seinem Überlebenskampf verliert der Revolvermann zwei Finger seiner rechten Hand und wird vergiftet.Trotzdem setzt er seine Wanderschaft konsequent fort und macht sich auf die Suche nach den Dreien, die er der Prophezeiung nach in seine Welt ziehen muss. Am endlosen Strand befinden sich nach und nach drei Türen, Portale in das New York unserer Welt. Dadurch taucht er in die Welt von Eddie Dean und Odetta Holmes ein.

Beide leben in New York, jedoch zu unterschiedlichen Zeiten. Und auch wenn es anfangs nicht so aussieht – Eddie ist drogenabhängig, Odetta hat keine Beine und leidet unter einer gespaltenen Persönlichkeit – bilden sie mit Roland ein Ka-Tet, eine Schicksalsgemeinschaft von Revolvermännern, für die der dunkle Turm das gemeinsame Ziel der Reise ist.




Während der zweite Teil des Zyklus fast durchgehend am Strand spielte, wandern die Gefährten nun weiter ins Landesinnere. Genauergesagt in einen Wald.
Roland bringt Odetta – die mittlerweile Susannah heißt, nachdem ihre Persönlichkeiten zusammengeführt wurden – und Eddie das Schießen bei und beginnt damit ihre Ausbildung zu Revolvermännern.

Roland, Eddie und Susannah finden im Wald eins der zwölf Portale, die an den Enden der sechs Balken stehen, die Mittwelt zusammen hält. Dort, wo sie sich kreuzen, steht der dunkle Turm. Um den Turm zu finden, muss das Ka-Tet einfach dem Balken folgen.

Doch unterwegs scheint Roland den Verstand zu verlieren – er hat durch sein Eingreifen in Eddies und Susannahs Welt verhindert, dass Jake und er sich je begegnen können. Jake geht es in seinem Zuhause in New York genau so, und sowohl er als auch Roland und seine Gefährten müssen sich in Gefahr begeben, damit der Junge wieder nach Mittwelt kommen und geheilt werden kann.

Mit Jake in Mittwelt und ergänzt durch den an einen Hund erinnernden Billy-Bumbler Oy ist das Ka-Tet nun vollständig und zieht weiter nach Lud. Von dort gibt es nur eine Möglichkeit, dem Balken weiter zu folgen: Die Monorail-Bahn “Blaine” bringt die Freunde durch die Wüste und verlangt dafür als Bezahlung ein Rätsel, das sie nicht lösen kann. Das Buch endet, als Roland und seine Gefährten versuchen, ein solches Rätsel zu finden.




Eddie setzt im Kampf gegen Blain die Eigenschaft ein, die Roland am wenigsten an ihm mag: seinen albernen Humor. Er trickst die Mono-Rail-Bahn mit unlogischen Rätseln aus, zu denen es keinen Antwort gibt.

Im letzten Moment können die Revolvermänner Blaine das o.g. Rätsel stellen, welches dieser nicht lösen kann und gewinnen   damit das Spiel (wodurch sie am Leben bleiben) Blaine hingegen kracht in die letzte Haltestelle in Topeka und die Zugreise ist zu Ende.

Bevor es an einer “Schwachstelle” zwischen den Welten weitergehen kann, rasten die Freunde, und Roland erzählt über seine Jugend    mit seinen Freunden und vor allem lässt er sein Ka-Tet mehr über seine große Liebe Susan Delgado erfahren. Susan ist die Erste, die Roland auf seinem Weg zurücklassen muss, und gleichzeitig das erste Opfer, das der dunkle Turm von ihm verlangt. Die Härte und Kälte, die den Revolvermann auszeichnen, werden vor dem Hintergrund sener Jugend in ein anderes Licht getaucht, aber auch erklärt. Die Haupthandlung wird anschließend auf dem Pfad des Balkens fortgesetzt, schließlich wartet der dunkle Turm.





Roland, Jake, Susannah und Eddie setzen ihre Reise fort und gelangen nach Calla Bryn Sturgis, das erste halbwegs normale Dorf, durch das die Revolvermänner bei ihrer Suche kommen, ein Dorf, das regelmäßig von einem schrecklichen Schicksal heimgesucht wird: Ungefähr alle 20 Jahre fallen grauenhafte Wolfswesen über die Bürger her und rauben zahlreiche ihrer Kinder. Wenn diese Kinder Wochen später zurückkehren, sind sie nur noch eine leere Hülle. Roland und seine Gefährten sollen helfen, denn der nächste Angriff der Wölfe steht kurz bevor.

Unterstützt werden sie dabei von Pater Callahan, einer Figur, die King-Lesern aus “Brennen muss Salem” bekannt ist. Callahan verfügt über nicht ungefährliche Mittel und Wege, die Grenze zwischen den Welten zu überwinden. Das erweist sich als ausgesprochen nützlich, denn im New York des Jahres 1976 wächst eine Rose, bei der es sich um den Turm selbst handeln könnte.

Während das Ka-Tet einen Monat in der Calla bleibt und die Wölfe letztlich besiegt, wird klar, dass Susannah von einem Dämon schwanger ist. Eine neue Persönlichkeit entwickelt sich in ihr, Mia, die Mutter, die alles tut, um ihr Ungeborenes zu schützen. Während die Männer gegen die Wölfe kämpfen, nutzt Mia/Susannah die Gelegenheit zu fliehen, um ihr Kind zur Welt zu bringen.

Persönliche Meinung:



Die Reihe “Der dunkle Turm” gilt als das Hauptwerk von Stephen King. Nicht nur ist sie mit wohl über 4.000 Seiten die längste Geschichte, die er geschrieben hat, auch steht sie als quasi verbindendes Element zwischen seinen anderen Romanen – und sogar seiner eigenen Lebensgeschichte. Immer wieder gibt es Querverweise zu anderen Büchern, Anspielungen und Figuren, die aus anderen Geschichten in die Turm-Reihe gefunden haben.

Die dunkle Turm-Serie ist eine Mischung aus Western, Fantasy, Horror, Schicksal und Drama und wenn man sich einmal von ihr gefangen nehmen lässt, so kommt man schwer wieder von ihr weg. Sie stellt den Mittelpunkt des Kingschen Universums dar und ist ein Lesegenuss! Als King-Fan muss man diese Geschichte gelesen haben!

So toll ich sie auch fand, habe ich trotzdem nach dem fünften Band aufgehört. Jeder, der Kings schreibstil auch nur ansatzweise kennt, weiß, dass es anstrengend sein kann. Deshalb brauchte ich irgendwann einfach eine Pause. Hinzu kommt, dass ich auf ganz andere Autoren aufmerksam wurde und ich seitdem auch keine richtige Lust mehr hatte hier weiterzulesen. Ob sich das nochmal ändern wird, kann ich bis heute nicht genau sagen.




1 Kommentar:

  1. Danke für deine Rezension. Für mich als glühenden King- Verehrer stellt diese Saga das Nonplusultra dar. Fantasie ist jetzt nicht wirklich mein Genre, aber ich bin vernarrt in seinen Schreibstil. Im Gegensatz zu dir musste ich auf die letzten zwei Romane sogar warten. Es hat also bei mir selbst einige Jahre gedauert, die komplette Saga zu lesen. Von daher hatte ich die Problematik, dass sich das Finale schon in die Länge zieht , nicht. Vielleicht ergibt es sich irgendwann, dass du dir das Ende noch gefallen lässt. Es wäre fast schade wenn nicht.

    Liebe Grüße, Un_möglich, via spin.de

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