Über mich, Bücher, Beauty, Impressum

Dienstag, 22. Dezember 2015

E. L. James - Shades of Grey vs. Jeanine Krock - Gib mir deine Seele

Hallo Zusammen!

Wie bereits angekündigt, sollte es einen Vergleich zu den o.g. BDSM-Romanen geben, die hier nun kommt. Also bei Interesse schön weiterlesen ;)

Es ist kein Geheimnis, dass ich wahrscheinlich zu den wenigen gehöre, die die Shades of Grey-Trilogie einfach lächerlich findet.

Warum das so ist, werde ich hier mal ein wenig erklären.



Wie üblich, fange ich bei meinen Rezensionen immer mit dem Schreibstil an, indem ich etwas auf ihn eingehe. Damit würde ich auch hier gerne beginnen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr, sehr einfach gehalten. Das war es aber auch. Man fliegt quasi durch die gesamte Trilogie. Jemand, der genau das braucht, wird hier fündig und vollkommen zufrieden sein.

Ana wirkt sympathisch ist aber in allem unerfahren und naiv und lernt erst durch Christian neue Welten kennen. Aber warum? Konnte sich die Autorin nicht zumindest ein bisschen was einfallen lassen?
Ich kann verstehen, dass man es sich so einfach wie möglich macht, wenn man versucht sich an ein Thema wie BDSM heranzuwagen. Aber das war in meinen Augen dann doch etwas zu einfach.

Der geheimnisvolle, extrem reiche, unantastbare Christian.
Mag sein, dass genau diese Mischung auf viele Frauen sehr reizvoll wirkt. Mich hat aber in ganzem Verlauf gestört, dass man kein bisschen an ihn herankam, dass er nur sehr wenige bis gar keine Emotionen zeigt... Der perfekte DOM ist hier entstanden! Dennoch ein Protagonist, mit dem ich mich nicht anfreunden konnte. Es ist und bleibt unklar, wieso Christian eigentlich so ein Vermögen besitzt.
Mir war von Beginn an klar, dass irgendwann ein Buch folgen wird, in dem die Autorin alles schön aus seiner Sicht schildert. Die Kasse soll schließlich weiterhin artig klingeln. (Ich entschuldige mich für diese Bemerkung, aber ich konnte sie mir gerade nicht verkneifen).

Kaum trifft Ana auf Christian, spielt alles andere drum herum keine Rolle mehr. Der Augenmerk liegt nur noch darauf, dass Ana ihre Regeln befolgt, dass sie mit Geschenken überschüttet wird und wie sie sich in seinen vier Wänden bewegt und natürlich die gemeinsame Zeit mit Christian.

Der Schreibstil erledigt den Rest. So einfach geschrieben, dass es schon langweilig erscheint und man bedenkenlos Seiten überspringen kann ohne auch nur ein bisschen was vom Inhalt verpasst zu haben.
Genau das ist der Grund, weshalb diese Geschichte für mich einfach nicht gut ist.

Viele - auch nicht unbedingt Vielleser - haben sich auf diese Trilogie geworfen, weil die Bezeichnung BDSM durch die Medien ging und man gehofft hat, etwas mehr davon zu erfahren.
Doch das, was man hier bekommt, ist nichts anderes, als eine einfache Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte, in der es in der gesamten Trilogie vielleicht 6, 7 mal ansatzweise in Richtung BDSM geht.

Link zur Rezension


Auch hier ist der Schreibstil sehr früssig aber dennoch anspruchsvoll. Er strahlt eine gewisse "Ruhe" aus. (Ich hoffe, man versteht, was ich damit sagen will.)
Man muss aufmerksam lesen, um den Zusammenhang nicht zu verlieren. Zudem wird man zum ständigen Weiterlesen animiert, da ganz viele kleine Spannungsbögen mit reingebracht wurden.

Pauline wirkt sehr sympathisch, in manchen Situationen ein wenig naiv und trotzdem möchte man durchgehend wissen, wie es mit ihr weitergeht.
Im Verlauf nimmt die Naivität der Protagonistin ab und ein Selbstbewusstsein sowie Zielstrebigkeit wachsen heran. Man verfolgt, wie Pauline eine richtige Entwicklung durchmacht.

So wie Christian ist auch Constantin ein sehr reicher, charmanter und nach Außen hin eine unantastbare Figur. Doch man merkt schnell, dass er Pauline für mehr als nur für das Bett haben möchte. Dass er sich um sie sorgt, bemüht und das Beste für sie will. DAS verkörpert in meinen Augen einen tollen Mann. Zudem weiß der Leser auch ganz genau, womit Constantin sein wohlhabendes Leben finanziert, denn immer wieder müssen Pauline und Constantin sich über mehrere Tage hinweg trennen, weil er sich um seinen Job kümmern muss.

Bei "Gib mir deine Seele" treffen auch Pauline und Constantin sehr schnell aufeinander. Nicht nur ihr Miteinander ist sehr schön und angenehm beschrieben, sondern auch der Aufstieg auf der Karriereleiter kommt nicht zu kurz, weil die Autorin vor allem darauf durchgehend ein Auge hat und darauf achtet, dass dieser sich stetig weiterentwickelt.

Das BDSM spielt sich in diesem Roman nicht nur in den eigenen vier Wänden ab, nein, Constantin besucht mit Pauline richtige BDSM-Clubs, was dem ganzen nochmal eine Besonderheit gibt. Alles ist in diesem Buch einfach richtig toll recherchiert und ausgearbeitet. Dabei ist dieses Buch mit über 800 Seiten fast schon ein Schinken :) Aber wozu eine Trilogie daraus machen, wenn man in einem Stück so ein kleines Meisterwerk entstehen lassen kann!!

Link zur Rezension

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen