Über mich, Bücher, Beauty, Impressum

Freitag, 31. Juli 2015

{Rezension} Richard Laymon - Der Killer

Beschreibung:

Ein ehemaliger Agent.
Ein Schriftsteller.
Eine gefährliche Sekte.
Ein weibliches Opfer.
Ein Täter, den es eigentlich nicht gibt.

Warum ich hier ausnahmsweise mal nicht genauer auf den Inhalt eingehe, lässt sich aus meiner persönlichen Meinung entnehmen.

Persönliche Meinung:

Eigentlich bin ich kein Freund von Büchern unter 400 Seiten. Aber Schlaf Kindlein. Schlaf von Annika von Holdt hat mir gezeigt, dass auch so dünne Bücher durchaus lesenswert sein können. Ich liebe dieses Buch! Eins der spannendsten Werke, die ich in meinem Regal stehen habe! Aber darum geht es jetzt nicht...

"Der Killer" hat sogar noch weniger Seiten. umso schlimmer... nein, mega peinlich, dass ich für diesen Roman 1,5 Wochen gebraucht habe!
Aber ich konnte mich die meiste Zeit einfach nicht dazu durchringen und mehr als ein Kapitel am Tag lesen. Oder es tagelang ungeachtet einfach liegen zu lassen, weil es mich größtenteils einfach nur gelangweilt hat, nachdem ich gemerkt habe, wie unrealistisch der gesamte Inhalt ist.

Der Autor hat es sich ziemlich leicht gemacht, indem er einen Protagonisten erfunden hat, der für alle anderen im Buch einfach nicht greifbar ist.
Er hat eine ganze Menge Figuren mit reingebracht, die nur ein Kapitel lang leben und dann vom Täter abgeschlachtet werden, damit das alles so brutal wie möglich wirkt.

Vielleicht sollte man sich an dieser Stelle keine Gedanken darüber machen und einfach weiterlesen.
Aber ich persönlich frage mich bei so vielen Leichen irgendwann, was mit den Angehörigen der Toten wäre, wieso auf solche Massaker keine Medien aufmerksam werden ... (Ich bin ein Leser, der von einem Roman mehr Hintergrund erwartet) ... auch ein merkwürdiger Aspekt: In diesem Roman gibt es seltsamerweise nur die Zeitung!
Auch hier hat es sich Richard Laymon sehr leicht gemacht, um mit seiner Geschichte so einfach wie möglich fortfahren zu können.

Unrealistisch ist für mich auch, dass sich Opfer (wird vom Täter mehrfach vergewaltigt). Agent, Schriftsteller und der Täter selbst zusammentun um gemeinsam vor der Sekte zu fliehen.
Oder eine Szene aus dem Buch: Opfer und Schriftsteller befinden sich in einem überfüllten Aufzug. Eine schwebende Axt, die alle erst bemerken, nachdem die ersten Köpfe durch die Luft fliegen und erst dann Panik ausbricht! ...

Ich könnte noch einige Stellen aufzeigen, aber das ist nicht Sinn der Sache.

Mein Fazit: Das Buch ist vergeudete Zeit, für jemanden, der unrealistische Inhalte auch kritisch betrachten kann und nicht nur blind weiter liest.
Der Schreibstil und die Idee mit der Sekte sind gut! Alles andere lachhaft!
Es gibt weitaus bessere Romane, die genauso brutal, wenn nicht brutaler sind, weniger unwichtige Figuren beinhalten, die spannender sind und zudem ein gewissen Realismus beibehalten!!

Trotz der negativen Meinung bedanke ich mich ganz herzlich beim Heyne-Hardcore-Verlag dafür, dass mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen